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Veröffentlicht am 25.07.2016 von Claudia Niedermeier

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Run Liberty Run liefern starken Longplayer

Songs voller Power, Tracks, die Leidenschaft und Energie vermitteln – das schafft das Album „We Are“ von Run Liberty Run, das am 22. Juli erschienen ist.

Run Liberty Run ist eine Band aus Karlsruhe, Deutschland, die es bestens versteht, Classic Rock mit Electro zu mischen. Patrick (Gesang), Steff (Bass), Marv (Gitarre) und Seb (Schlagzeug) liefern Sounds voller Power, die den Zuhörer packen. Die Band vermittelt ein Gefühl von Freiheit, gepaart mit jeder Menge emotionaler Intensität.

Suchen. Finden. Sein

Fragt man nach dem Rezept für das klanggewaltige Album, dann lautet das „Suchen, Finden und Sein“. Das „Suchen“ als erster Schritt ist für die Karlsruher eine Aufgabe, der sie stellvertretend für ihre Generation nachgehen. Offene Fragen, Unsicherheit, ja sogar Verzweiflung sind Dinge, die junge Menschen täglich erfahren und beschäftigen. Oft hilft es dann einfach, sein Herz freizumachen und sich den Frust von der Seele zu brüllen. Der Opener „Ashes And Dust“ ist ein Track, der sich genau diesen Ideen zuordnen lässt. Er beginnt leise; dann folgt Patricks Stimme, die rasant mit der instrumentalen Begleitung gesteigert wird. Die Band scheint ihre Angst förmlich herauszubrüllen. „We Are“ verkörpert den Zustand einer Verzweiflung dann noch mehr. Die treibenden Synthie-Klänge lassen den Hörer immer wieder auf einen Ausbruch in der Musik hoffen, der für Klarheit und ein Ende der Unsicherheit sorgen soll.

Der zweite Schritt, das Finden bestand für die Band darin, die eigenen Ideen zu sammeln und zu sortieren. Bei der Arbeit an ihrem neuen Album „We Are“ hatten RLR bereits zahlreiche Auftritte hinter sich, sodass jedes Bandmitglied Erinnerungen und Gefühle zu verarbeiten hatte. Die Band wollte für den neuen Longplayer abwechslungsreicher sein und mehr Tiefe präsentieren. Song Nummer 5 „Start A Fire“ passt in dieses Konzept. Er beginnt sehr ruhig, einem instrumentalen Intro folgt Patricks Stimme, die erst sachte beginnt und dann nach und nach gesteigert wird. Zwar ist die Energie immer noch deutlich spürbar, wenn der Refrain des Songs beginnt, dennoch wirkt diese Power jetzt gezielter eingesetzt. Als wären die Überlegungen geordnet und ein Weg gefunden. Ähnlich verhält es sich mit dem Titel „Rain“, der die rockige Seite der Band perfekt zeigt und starke Emotionen rüberbringt.
Schließlich wollten die Jungs nach dem Prozess des Findens noch „Sein“. Patricks Gesang soll nicht mehr alleine erklingen, stattdessen sollen alle Musiker im Background zu hören sein. Mehr Harmonien auf der Gitarre lassen innigere Gefühle zu, die Synthies sind überlegter eingesetzt.
Damit schaffen die Karlsruher ein Konzept, das insgesamt für die komplette Platte steht. Wer genau zuhört und sich auf die kraftvollen Sounds einlässt, wird jeden der drei Schritte in allen zehn Tracks der Platte wieder finden. Diese Entwicklung bedeutet zwar, dass die Musik nun melodiöser ist, aber die Band trotzdem ihren Wurzeln treu geblieben ist. Die bekannten Screams und die Power-Metal-Stimmung lassen sich immer noch finden. „Bengal Fires“ ist ein gutes Beispiel dafür und daher auch ideal als Abschluss für das Album gewählt. Eine Band hat sich weiterentwickelt, ohne ihre Prinzipien aufzugeben.

Credits:
Titelbild by Eric Anders

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