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Veröffentlicht am 20.02.2016 von Johannes R. Buch

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Nina Kraviz – „The Remixes LP“

Die russische Djane und Musikproduzentin Nina Kraviz ist aus der Minimal Techno- und Deep House-Szene nicht mehr wegzudenken. Dabei hatte die Schönheit zuerst ganz andere Pläne mit ihrem Leben.

Kurz-Vita

Um sich dem Studium der Zahnmedizin zu widmen, zieht Nina Kraviz in die Millionenmetropole Moskau. Dort wird sie früh von der örtlichen Musikszene entdeckt. Ab 2008 gestaltet Nina Kraviz eine eigene Partyreihe im Club Propaganda. 2009 erscheint ihre Debütmaxi „Pain In The Ass“ beim britischem Label Rekids. Dank ihrer außergewöhnlichen Tracks und einer breit angelegten Promotionsaktion startet die Produzentin innerhalb kürzester Zeit von Null auf Hundert.

„The Remixes LP“

Die aktuelle Platte enthält insgesamt 11 Tracks, bestehend aus Remixen des bisherigen Schaffens der jungen Künstlerin. Der erste Track „Aus – Matthew E `Radio Slave´ Remix“ startet mit Percussion-Elementen, die reichlich downtuned sind. Der Song wirkt aufgrund der tonalen Tiefe der Drums richtig martialisch. Zwei weitere Remix-Versionen des Original Titels „Aus“ aus Kraviz 2012er Album folgen, bewegen sich etwas mehr im Mainstream. „Working“ an vierter Stelle ist ein Remix von Marcellus Pittman und wirkt insgesamt sehr „arty´´. Darauf folgt ein Remix von Kraviz Erstlingswerk „Pain In The Ass“.

Der Song kommt gewollt „abgefuckt´´ rüber. „Love or Go“ weist eine prägnante Basslinie des Synthesizers auf, die sich gekonnt um Punktlandungen auf ganze Noten windet. An siebter Stelle „Ghetto Kraviz – Amine Edge Mix“ mit tanzbaren Drums und Kraviz – typischem Gesang: lasziv, sexy und minimalistisch wie ihre Musik. Die folgende „Ghetto Kraviz“ – Remixvariante wird sphärischer und melodischer, der Beat beginnt gegen 2/3 des Songs so zu knallen wie man es von alten Underworld – Platten kennt.

Auffällig: Der letzte Titel „Best Friend – DVS1 Forever Mix feat. Naughty Wood“ wartet mit einem Synthie-Sound auf, wie man ihn nur zu gut von Kalkbrenner-Alben kennt. Das Album zeichnet Bilder von düsteren Clubs, abgelegenen Orten und distanzierten Menschen. Das sind drei Faktoren, die sich durchaus mit Minimal Techno in Verbindung bringen lassen.

photocredit: By Alec Luhn at flickr (IMG_4289) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

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