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Veröffentlicht am 17.02.2016 von Johannes R. Buch

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Deadmau5 – At Play, Vol. 5 LP Release

Deadmau5, kanadischer Musikproduzent, mit bürgerlichem Namen Joel Thomas Zimmermann brachte vor kurzem sein nunmehr siebzehntes Album heraus. Der Künstler prägt einen ganz eigenen Stil in der Progressive House, Deep House und Electro House Szene. Er verhalf unter anderem Dubstep Musiker Skrillex zum Durchbruch. Auffallend sind seine Auftritte mit großem Mauskopf.

Vita

Schon in seiner Jugend entdeckt der in einem Computergeschäft arbeitende Zimmermann seine Passion für elektronische Musik. Ab 1998 arbeitet er bei einem Radiosender als Co-Produzent, nimmt aber wenig später eine Stelle als Softwareentwickler in Toronto an.

2005 beginnt er unter dem Namen Deadmau5 zu produziere und veröffentlicht ein Jahr später seine beiden erfolgreichsten Singles „Not Exactly“ und „Faxing Berlin“. Sein Name rührt von einem Erlebnis als Zimmermann eine tote Maus in seinem Computer entdeckt. Seine Marke, wie auch seine Songs finden u.a. in Videospielen wie Grand Theft Auto (GTA) Platz.

At Play, Vol. 5 LP

Wer Deadmau5 kennt und das neue Album hört wird es lieben. Minimalistisch, futuristisch und elektronisch, aber mit Herz. Der erste Track startet wie gewohnt mit Viertel Bass und ausgereiften Synthesizern á la Deadmau5. Der 2. Song dagegen ist schon eher eine Art moderne Fat Boy Slim, mit ungewohnten Sounds und Drum´n Bass Beat. Der 3. Titel namens „Fallen“ geht etwas mehr in die Jungle -Richtung, eignet sich wohl wunderbar zu dunklen Feten in abgelegenen Technoschuppen. Mit „I Like Your Music“ geht es weiter.

Herrlich gefilterte Synth Sounds und Vocodergesang verbreiten Gute Laune beim Hörer. Der Song ist ein Feature von und mit Billy Newton-Davis, der auf dem Album noch bei zwei weiteren Songs mitwirkt. Der Song ist verspielt und eignet sich hervorragend zum Cuba Libre auf der angesagten Haus – Party beim Designer um die Ecke. „Assorted“ startet mit tiefem Bass und mächtiger Kickdrum.

Klingt nach Zwist und innerem Konflikt in der sonst so klaren Welt der elektronischen Klänge

Nach ein paar Echolot Sounds verzerrt der Synthie und knöllzt ordentlich nach vorne. Erinnert den europäischen Hörer wohl am ehesten an die Werke von Deichkind, wie beispielsweise „Limit“. Der nächste Song „Afterhours“ versüßt uns die in der Technoszene üblichen Stunden, in denen man die Party gemütlich zusammen auf dem Sofa ausklingen lässt. Eine aufgegeilte weibliche Stimme singt „Youre so naughty, your so nice, maybe you´ll reach it, do it twice“. „This Noise“, der siebte Titel klingt nach Zwist und innerem Konflikt in der sonst so klaren Welt der elektronischen Klänge. Kleine Terzen in der Tonalen geben den nötigen Drive.

Dagegen zufrieden und ausgeglichen marschiert „All U Ever Want“ an achter Stelle des Albums. Deadmau5 Synthesizer klingt dabei wieder nach einer eigenwilligen Mischung aus 80er-, 90er- und 2000er-Sounds. Der folgende Track „Stereo Fidelity“ geht an die Pegelgrenze und enthält auch den Hinweis „Unorganized Remix“ – klingt nach Chaos und Zerstörung. Der letzte Song des Albums „At Play, Vol. 5“ namens „Outta my Life“ fängt an mit braven Claps auf der Snare und wiederum Viertel Bass. Erneut hören wir Billy Newton, dieses Mal durch das Mikrophon.

Eher schmucklos und ein wenig eintönig wird das Album beendet. Der Redaktion von Elektro-news.com gefällt der erste Titel „Bitter Kitten“ am besten, zumal er sogar einen leichten Kalkbrenner – Einschlag aufweist, aber auch weil es der softe Progressive House ist, den wir von Deadmau5 so lieben.

photocredit: By Octavio Ruiz Cervera from Mexico, Mexico (deadmau5_000) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

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