Releases

Veröffentlicht am 18.02.2016 von Johannes R. Buch

0

Andhim – Neuveröffentlichungen 2015

Das erfolgreiche deutsche Remixer-, DJ- und Produzentenduo Andhim brachte 2015 zwar kein Album, dafür aber mehrere Singles und eine EP heraus. Die gemeinsame Musik ist club- und festivalerprobt, geradezu optimiert für ausschweifende Stampforgien.

Bio

Andhim, das sind Simon Haehnel und Tobias Müller aus Köln, die seit 2010 zusammen produzieren und spielen. In den Newcomer-Charts der Magazine Groove und Raveline ist Andhim 2011 bereits in den Top-Ten vertreten. Mit ihrem Remix des Titels „Wine & Chocolates“ von Theophilus London stellt sich der erste größere kommerzielle Erfolg ein. Der Song stieg auf Platz 1 der Deutschen Club-Charts. Mit der eigenen Nummer „Hausch“ landen die beiden 2014 einen weiteren Hit.

„Boy Boy Boy“

Mit dem Song „Boy Boy Boy“ meldet sich die Combo Andhim 2015 zurück und trifft den Nerv einer Generation, die illegale Elektroparties auf abgelegenen Wiesen feiert und dabei zu viel Turbomate (ein Kultgetränk, bestehend aus Club Mate und Vodka bzw. Havanna Rum) intus hat. Eine funky wahwah-modulierte E-Gitarre begleitet in dem Song spritzige Synthies zu radiotauglichen Beats.

Mit diesem Song macht Andhim alles richtig, was es in der elektronischen Szene richtig zu machen gibt. Nämlich Musik, die wenn sie zum ersten Mal auf einer Party oder im Radio abgespielt wird auf Anhieb wirklich jedem gefällt.

„Rollercoaster EP“

Mit plumpen Titel „Mr. Bass“ und unter Zuhilfenahme der befreundeten Künstlergruppe Super Flu startet die „Rollercoaster EP“. Zum Aufwärmen gut geeignet, aber sicherlich nicht der stärkste Song der Platte. „Rollercoaster“ an zweiter Stelle nimmt sich nicht viel vom Vorgänger, wirkt bis auf ein paar interessante Details wie den Breaks eher gelangweilt.

Der darauffolgende Titel „Batu“, der fast völlig ohne Beat auskommt, dafür aber mit Piano und Geige aufwartet, lässt vermuten, dass Andhim sich gerade musikalisch ausprobieren und ihr Spektrum erweitern wollen. „Cloys“ startet klassisch: Erst die Viertel-Bassdrum, dann die Hi-Had, dann der Clap auf die zwei.

Dazu lethargische Synthies und ein Gesang, der wohl unter Alkohol- oder Drogeneinfluss entstanden ist. Ca. ab 2.48 Minuten erfolgt ein kurzer Break, welcher wirklich darauf schließen lässt, dass diese EP keine Unmengen Zeit gekostet haben muss. Schade. Die Single „How Many Times“, ebenfalls aus dem Jahre 2015 kann diesen Fauxpas zum Glück wieder wettmachen. Tiefgründiger Gesang trifft hier auf einen instrumentell gut abgestimmten Song – mit Ambitionen.

photocredit.By Felix Hild (Simon Haehnel & Tobias Müller) [Public domain], via Wikimedia Commons

Tags: ,


About the Author



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top ↑
  • Aktuelle Artikel

  • PARADOX Musikmagazin

  • Newsletter

    Trage ich hier in unsere Newsletter ein und bekomme von uns immer alle Szene-News aus erster Hand!

  • Monatsübersicht