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Veröffentlicht am 04.03.2015 von

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Depeche Mode

Die Bandgeschichte von 1979 bis zum Ende der 80er Jahre

Erst mit dem Beitritt von Dave Gahan 1980 nannte sich die Band Depeche Mode. Damals waren neben Dave auch Martin Gore, Vince Clarke und Andrew Fletcher Bandmitglieder. Die vier konzentrierten sich vor allem auf die synthetische Klangerzeugung.

Der Gründer vom britischen Independent Label Mute Records, Daniel Miller, entdeckte die vier im Herbst 1980. Sie spielten damals als Vorband von Fad Gadget. Im Dezember 1980 begannen die ersten Plattenaufnahmen in der Urbesetzung Dave mit dem Gesang, Andrew, Martin und Vince mit Synthesizer. „Dreaming of Me“ erschien im Februar 1981 als erste Single.

Zu Beginn der 80er Jahre profitierte Depeche Mode von der New Romantic Welle mit den Synthesizer Klängen. Auch andere Bands wie OMD, The Human League und Gary Numan profitierten von diesem Boom in Großbritannien. Auch „New Life“ als zweite Single wurde zum großen Erfolg. Im Oktober 81 kletterte „Just Can´t Get Enough bis in die Top Ten der britischen Charts. Den ersten Auftritt vor deutschem Publikum hatte die Band am 25. September 1981 in der Hamburger Markthalle.

Unbeschwerter und tanzbarer Synthie Pop

Mit unbeschwert, tanzbarem Synthie-Pop kam im Oktober 1981 das erste Album „Speak&Sell“ der vier Jungs raus. Songschreiber Vince verließ kurz nach der Veröffentlichung die Band und widmete sich neuen Projekten wie Yazoo, The Assembly und Erasure. Martin Gore übernahm die Rolle von Clarke und komponierte nun die Songs. Auch das zweite Album „A Broken Frame“, welches 1982 heraus kam. Es konnte sich in den britischen Charts gut behaupten. Musikjournalisten haben damit nicht gerechnet. Viele prophezeiten einen schnellen Untergang der Band nach dem Weggang von Clarke. Auf diesem Album kann auch schon der Wandel des Stils erkannt werden, der vom Discosound und hin zum prägenden Elektropop wegging, welcher Depeche Mode aus macht.

Den ersten Auftritt vor deutschem Publikum hatte die Band am 25. September 1981 in der Hamburger Markthalle.

Auf eine Anzeige im Melody Maker meldete sich Keyboarder Alan Wilder 1982 bei der Band. Bevor er als vollwertiges Bandmitglied aufgenommen wurde, fungierte er nur als Ersatzmann für Clarke bei Liveauftritten und der See-You-Tour, die im Januar 1982 startete. Alan war dann für das Klangbild von Depeche Mode verantwortlich, welches noch heute zu erkennen ist. Durch den Mix von Dave`s Gesang, Martins Melodien und Alan´s ausgefallenen Soundarrangements haben sie sich ein echtes und wiedererkennbares Markenzeichen geschaffen. Das Album „Constuction Tim Again“ welches im August 1983 erschien, trug bereits eindeutig die Handschrift von Alan Wilde. Die Sampling Technik kam hier erstmals zum Einsatz, und das Stück „Pipeline“ enthält ausschließlich Fragmente aus Industrie- und Alltagsgeräusche. Die Construction Time Again Tour mit 48 Konzerten zeigte wie beliebt die Band schon 1983 war.

Etablierung der Band Depeche Mode bis Ende der 80er Jahre

Im Berliner Hansa Studio wurde das Folgealbum „Some Great Reward“ im September 1984 aufgenommen. Die Singleauskopplungen „Master and Servant“ sowie „People Are People“ erreichten weltweit hohe Chartplatzierungen. Das erste „Best Of“ Album „The Singles 81-85“ erschien 1984. Dort sind die ersten Erfolge der Band zusammengefasst. Im März 1986 zeigte die Band mit Ihrem Hit „Black Celebration“ die düstere und schwarze Seite, ohne jedoch dabei Ihrem Stil untreu zu werden. Die Band arbeitete mit dem niederländischen Anton Corbijn zusammen. Es entstand mit ihm das Video zu „A Question of Time“. Auch für zahlreiche Cover, Schriftzüge und Bühnenbilder ist Corbijn mitwirkend gewesen. Er war für das äußere Erscheinungsbild der Band maßgeblich mit beteiligt und prägt es noch heute.

1987 kam es zu einer musikalischen Neuerung. Auf dem Album „Music for the Masses“ wurden Gitarrenriffs, akustische Instrumente wie Klavier, Akkordeon und Flöte den elektronischen Klängen ausprobiert. Es klang viel transparenter und vielfältiger. Der bisherige Karrierehöhepunkt von DM war die 101 Konzerte umfassende Tour. Der Durchbruch in den USA war geglückt und sie hatten als erste Synthie Band Auftritte in Stadion. Das Live-Doppelalbum „101“ ist der Mitschnitt vom Abschlusskonzert im Pasadena Rose Bowl Stadium mit über 60.000 Zuschauern. Es wurde 1989 veröffentlicht. Bei der US Tour entstand der gleichnamige Film zur Tour, gedreht von Donn Alan Pennebaker. Zu einem weiteren Höhepunkt der 80er Jahre gehörte eindeutig das Konzert am 7. März 1988 in der Werner-Seelenbinder Halle in Ost Berlin.

Depeche Mode zählte zu den wenigen westlichen Bands, die in der ehemaligen DDR live spielen durften.

Die bewegenden 90er Jahre der Band

Schon im August 1989 wurde vom Album „Violator ( März 1990 publiziert)“ die Single „Personal Jesus“ veröffentlicht. Mit vielen akustischen Gitarrenklängen ist dies ein weiterer Schritt in die musikalische Weiterentwicklung der Jungs. Der wohl größte Hit der Band ist „Enjoy the Silence“, durch diesen Hit brach das Album „Violator“ alle bisherigen Verkaufsrekorde von Depeche Mode. Mit über 15 Millionen verkauften Alben ist es das meistverkaufte Album der Band weltweit. Auf der Liste der 500 besten Alben aller Zeiten schaffte es „Violator“ auf Platz 342, auf dem Platz 368 reihte sich die Single „Personal Jesus“ auf der Liste der 500 besten Songs aller Zeiten ein. Die weltweite „World Violator Toure“ war nach dem Album ein großer Erfolg. Seither darf auf keinem Depech Mode Konzert „Enjoy the Silence“ und „Personal Jesus“ fehlen. Sechs Jahre später sollte Depeche Mode bereits kurz vor dem Aus der Band stehe, womit zu diesem Zeitpunkt niemand rechnete. Sechs Jahre später sollte Depeche Mode bereits kurz vor dem Aus der Band stehen, womit zu diesem Zeitpunkt niemand rechnete.

1993 vereinten sich verzerrte Gitarrenklänge, akustische Drumsets, Gospel- und Soul-Elementen mit elektronischen Klängen und es kam zu einem ganz neuen Stil der Band. Das am 22. März 1993 veröffentlichte Album „Songs of Faith and Devotion“, welches in Hamburg und Madrid aufgenommen wurde, erreichte nicht nur in den USA Platz eins der Charts, auch in Deutschland und Großbritannien, war es mehrere Wochen auf Platz eins zu finden. Mit 174 Konzerten weltweit mit über zwei Millionen Zuschauern folgte die 14-monatige Welttournee und ist für alle eine große psychische und physische Belastung. Besonders sind die Belastungen bei Dave Gahan zu erkennen. Bei der Tour entstanden das Live-Album sowie das Video/DVD „Devotional“.

1993 vereinten sich verzerrte Gitarrenklänge, akustische Drumsets, Gospel- und Soul-Elementen mit elektronischen Klängen und es kam zu einem ganz neuen Stil der Band

Dass Dave zu diesem Zeitpunkt bereits Drogenprobleme haben solle, überschattete die Nominierung für einen Grammy, für den Konzertfilm „Devotional“. 1995, genau zu seinem 36. Geburtstag, stieg Alan Wilder aus der Band aus, woraufhin sich Depeche Mode eine Pause gönnte. Ob das mit ein Grund für Gahan´s Suizidversuch war? 1996 ging die Band erneut in ein Studio um ein neues Album aufzunehmen. Am 28.Mai 1996 wurden die Aufnahmen durch eine Nachricht unterbrochen, Dave habe sich einen Speedball aus Kokain und Heroin gespritzt. Nach einem Herzstillstand und zwei Minuten klinischen Tod konnte Dave vom Rettungsdienst ins Leben zurückgeholt werden. Jeder Erwartete zu dieser Zeit das endgültige Aus von Depeche Mode.

Martin Gore denkt als Songwriter darüber nach, ein Soloalbum zu veröffentlichen. Dave Gahan hingegen fängt sich wieder. Er unterzog sich erfolgreich einer Therapie und einem Entgiftungsprogramm, wozu er von einem Gericht in Los Angeles verurteilt wurde. Bis heute ist Dave clean und hilft anderen Musikern ihre Drogenprobleme zu bewältigen. Für seine Unterstützung erhielt er 2011 die „Stevie Ray Vaughan“ Auszeichnung. Das 1996 begonnene Album „Ultra“ wird 1997 veröffentlicht und stürmte wie erwartet die Spitzen der Charts in Deutschland und Großbritannien. Live waren die Jungs jedoch erst wieder ab September 1998 zu sehen, sie gingen nach dem Erscheinen der Hitbilanz „The Singles 86-98“ auf Tour.

Im neuen Jahrtausend weiter auf Erfolgskurs

Auch im neuen Jahrhundert bricht der Erfolg nicht ab, das Studioalbum „Exciter“ wurde im Mai 2001 herausgebracht. Die Singleauskopplung „Dream On“ ist die zweite Nummer eins Single in Deutschland von Depeche Mode. Mitgehend mit dem Musiktrend, Live Konzerte auf DVD raus zubringen, erschien 2002 der Konzertmitschnitt „One Night in Paris“ der Exciter Tour. Im Anschluss folgten einige Soloprojekte von Dave Gahan und Martin Gore. Zwei Jahre später erschien das Remix-Album „Remixes 81-04“, unter anderem auch der Song „Enjoy The Silence“ mit dem Linkin Park Mitglied Mike Shinoda.

Auch im neuen Jahrhundert bricht der Erfolg nicht ab, das Studioalbum „Exciter“ wurde im Mai 2001 herausgebracht.

In 18 Ländern, unter anderem auch Deutschland und Österreich, erreichte das Album „Playing the Angel“, welches im Oktober 2005 veröffentlicht wurde, erneut Spitzenplätze der Albumcharts. Erstmals sind auf diesem Album Songs zu hören, die Dave geschrieben hat. „Suffer Well“ wurde daraus als Single veröffentlicht. Die nächste Welttournee startete und brachten neues Material für die DVD „Touring the Angel – Live in Milan, welche 2006 erschien. Auch das Album „The Best of, Volume 1“ erschien 2006, welches 17 alte Songs sowie einem neuen Song „Martyr“ enthielt.

Die Rückkehr zu den Wurzeln

Zu den musikalischen Wurzeln kehrte Depeche Mode 2009 mit dem Album „Sounds Of The Universe“ zurück. Mit zahlreichen alten analogen Synthesizern wurde der bestimmende Sound produziert und das Album erreichte in insgesamt 21 Ländern Platz 1 der Albumcharts. Darunter natürlich wie immer auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bei der anschließend gleichnamigen Welttournee kam es zu einem Schockmoment für alle. Viele Auftritte mussten verschoben oder gar abgesagt werden, da Ärzte bei Dave einen Blasentumor entdeckten, der sofort entfernt wurde. Nachdem sich Dave erholt hatte, wurde die Tour am 8. Juni 2009 in Leipzig fortgesetzt und endete am 26/27 Februar 2010 mit zwei herausragenden und ausverkauften Abschlusskonzerten in der Düsseldorfer Esprit- Arena. Am 17. Februar 2010 nahmen die Jungs an einem Benefizkonzert in London teil. Erstmals stand wieder Alan Wilder mit der Band auf der Bühne. Er begleitete Martin Gore bei dem Song „Somebody“ auf dem Klavier. Die Einnahmen gingen alle an die britische Kinderkrebshilfe.

Bei der Echo Verleihung 2010 erhielt die Band die Auszeichnung in der Kategorie „Gruppe des Jahres Rock/Pop international, welcher von Paul van Dyk in Berlin an die Jungs übergeben wurde.

Bei der Echo Verleihung 2010 erhielt die Band die Auszeichnung in der Kategorie „Gruppe des Jahres Rock/Pop international, welcher von Paul van Dyk in Berlin an die Jungs übergeben wurde. Im Februar 2011 wurde eine Fan Aktion bei Facebook sowie einer eigenes dafür erschaffenen Website, anlässlich des 30-jährigen Jubiläums, ins Leben gerufen. Durch einen Flashmob soll die erste Single „Dreaming of Me“ erneut in die Chartplatzierungen gelangen, was mit dem Platz 45 auch gelang. 2012 gingen die Drei Bandmitglieder Dave, Martin und Andrew in New Yourk und Santa Barbare erneut ins Studio und arbeiteten an dem 13. Studioalbum. „Delta Machine“ erschien dann am 22.März 2013 und eroberte sofort die Spitzen der Charts. „Heaven“ als erste Auskopplung erschien bereits im Februar 2013 und erreichte sofort Platz zwei der deutschen Singlecharts. Im Mai 2013 begann „The Delta.Machine Tour“ mit 106 Konzerten und endete im März 2014. Das gleichnamige Live Album, sowie das DVD-BOXSET „Live in Berlin“ aufgezeichnet in der O2 World Berlin, erschien am 14. November 2014 und erreichte sofort Platz zwei der Albumcharts.
Wie es in 2015 mit Depeche Mode weiter geht ist spannend. Andrew Fletcher sagte in einem Interview im Sommer 2014 “Wahrscheinlich werden wir uns im nächsten Jahr treffen, um über ein neues Album und eine Tour zu sprechen.”

Bildquelle: Wikipedia (Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.5 License)

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